„Die Religion sorgt für Glückserwerb und Leidensschutz durch eine für alle gleiche Entstellung der Realität: einen Massenwahn. Dies erspart die individuelle Neurose, jedoch um den Preis des psychischen Infantilismus“, sagt Sigmund Freud. Religion, vor jeder Entstellung, war immer schon Dichtung. Die Dichter haben die Götter gezeugt. Religion ist Theopoesie, auch Offenbarung ist Poesie. In ihren REDEN ÜBER RELIGION NACH IHRER ENTZAUBERUNG widmen sich Nicht-Theolog_innen der theologischen Aufklärung, von der Zeit der Götterherrschaft über jene, in der der Welterschaffungsgott regierte, bis zu den Träumereien über das gottähnliche
Vermögen der künstlichen Intelligenz. Die Reihe unterscheidet sich bewusst von allen Versuchen eines interreligiösen Gesprächs oder gar kultureller Vermittlung von Religion. Sie distanziert sich aber ebenso von der bloß emotionalen Abkehr von Gott – vom Atheismus als Bekenntnis – und vor allem vom schleichend aufgeklärten, zynischen Nihilismus der Warengesellschaft und der Massenmedien. Vielmehr wendet sie ihren Blick nach vorne und ergründet die künftige Bedeutung von Religion für unsere Gesellschaft
// PETER SLOTERDIJK: Das unfertige Gedicht. Elemente der allgemeinen Theopoesie 5/05/2019 // Peter Sloterdijk widmet sich in seinem Eröffnungsvortrag der neuen Diskursreihe NACH GOTT. REDEN ÜBER RELIGION NACH IHRER ENTZAUBERUNG der theologischen Aufklärung, von der Zeit der Götterherrschaft über jene, in der der Welterschaffungsgott regierte, bis hin zu den Träumereien über das gottähnliche Vermögen der künstlichen Intelligenz. Hierzu muss die sich selbst aufklärende Theologie, durchgeführt von einem Nicht-Theologen, weit vor der Todeserklärung Gottes durch Nietzsche ansetzen und über dieses Diktum hinaus Gegenwart und Zukunft erkunden. Sloterdijk redet von der Gattungsdifferenz von Gedichten, die als solche erkennbar sind, weil sie die rituelle Rahmung nicht in vollem Maß haben, und solchen Gedichten, die durch Rituale zu Übergedichten erhöht werden.
Eine Veranstaltungsreihe des Theater Freiburg, kuratiert vom Institut für soziale Gegenwartsfragen Freiburg, in Kooperation mit SWR2. Mit Peter Sloterdijk, Jean Luc Nancy, Manfred Frank, Jan Assmann, Seyran Ateş, Bazon Brock, Sigrid Weigel, Almut Bruckstein und weiteren Redner_innen.
Weitere Informationen unter: https://theater.freiburg.de/.../peter-sloterdijk-das... https://www.theater.freiburg.de/de_DE/nach-gott https://media02.culturebase.org/data/docs-theater-freiburg/Heft_Spielzeit_2019-20_160x230_mitUmschlag_web.pdf
An dem öffentlichen Werkstattgespräch sowie Forschungskolloquium des Instituts für soziale Gegenwartsfragen Stuttgart am 9./10.Oktober 2020 in Stuttgart nimmt von Seiten des Freiburger Instituts Ulrike von Wiesenau teil. Ihr Vortrag am 10.10.20 im Forum3 lautet: Neue Formen der Partizipation.
Weitere Referate von Gerald Häfner, André Bleicher und Stefan Padberg. Moderation der Gespräche: Ulrich Morgenthaler.
Argumentationslinien, Foto: (c) Michal Eliasson
Es geht um nichts weniger als die Forderung, die Mehr Demokratie e.V. seit 30 Jahren vertritt und nun mit einem zivilgesellschaftlichen Bündnis politisch umsetzen möchte: die Einführung der direkten Demokratie auf Bundesebene in Form eines bundesweiten Volksentscheids.
Auch das Institut für soziale Gegenwartsfragen Freiburg ist Teil dieses über 20 Organisationen und Initiativen umfassenden Bündnisses. Die Veranstaltung möchte einen öffentlichen Diskurs zu den Fragestellungen deliberativer Demokratie ermöglichen und versucht Argumentationslinien bezüglich des bundesweiten Volksentscheids nachzuvollziehen. Ganz aktuell geht es auch darum, Entscheidungshilfen bezüglich des Votums für eine konkrete Formulierung im Koalitionsvertrag https://www.volksentscheid.de/ zu geben.
11.10.2018, 18:00. Humboldt-Universität Berlin, Restaurant „Cum Laude“, Platz der Märzrevolution, 10117 Berlin.
Veranstaltungskonzeption: Ulrike von Wiesenau, Moderation: Karl Goebler
Leseempfehlung: „Warum Deutschland mehr direkte Demokratie braucht“. NRhZ-Herausgeber Peter Kleinert im Gespräch mit Ulrike von Wiesenau.
Transformationsprozesse, Foto: (c) Michal Eliasson
Am 17. Februar findet in der Humboldt-Universität Berlin im Rahmen der Gesprächsreihe zur Kampagne zum bundesweiten Volksentscheid die Veranstaltung „Transformationsprozesse der Demokratie“ statt.
Was ist entscheidend für die Transformation der parlamentarischen Demokratie? Entscheidend für die Qualität der Direkten Demokratie ist die Ausgestaltung ihrer Verfahren. Die Frage, wie Volksinitiative, Volksbegehren und Volksentscheid geregelt werden, ist ebenso wichtig wie die grundsätzliche Diskussion über ihre Einführung. Denn: Die Qualität der direktdemokratischen Verfahren bestimmt unmittelbar die Qualität der Ergebnisse. Direktdemokratische Verfahren sollen die Menschen ermächtigen und der Machtteilung dienen, das heißt, Prozesse nicht „von oben“, sondern „von unten“ auszulösen und in die Politik einzubringen. „Von unten“ bedeutet, dass ein Teil der Stimmbürger*innen das Recht hat, eine Initiative einzureichen, die nach einem erfolgreichen Volksbegehren zu einem verbindlichen Volksentscheid führt. Die Durchführung, das Verfahrens ist jederzeit transparent und wird von den Bürger*innen begleitet und getragen. Dies ist zu unterscheiden von einem Plebiszit „von oben“, bei dem Vertreter der etablierten Politik bestimmen, wann das Volk zu welchem Thema befragt werden soll. Plebiszite sind Machtinstrumente, mit denen die Regierenden versuchen, mit Hilfe des „Volkes“ ihre Position zu befestigen.
Doch es geht aktuell nicht mehr nur darum, die parlamentarische Demokratie um differenzierte direktdemokratische Abstimmungsverfahren zu bereichern, sondern auch darum, durch direktdemokratische Gremien, Räte und Beiräte die Demokratisierung öffentlicher Betriebe zu fördern. Diese Gremien und Beiräte müssen über Informations-, Mitwirkungs- und Mitbestimmungsrechte verfügen und konsequent der Mitmachfalle entgehen. Wie können wir diese direktdemokratische Ebene weiter voranbringen?
Kampagne für den bundesweiten Volksentscheid https://www.volksentscheid.de/
17.2.2018, 19:00. Humboldt-Universität Berlin, Restaurant „Cum Laude“, Platz der Märzrevolution, 10117 Berlin.
Veranstaltungskonzeption: Ulrike von Wiesenau Moderation: Karl Goebler
Der Weltbürger Ivan Illich, katholischer Priester und Philosoph aus Wien/Mexiko/USA/Bremen, hat mit dem Gleichnis vom Barmherzigen Samariter immer wieder darauf aufmerksam gemacht, wie überraschend und umwälzend die Frohe Botschaft bis heute ist. Für ihn war das Gleichnis ein wichtiger Ausgangspunkt für seine Kultur- und Religionskritik.
23. und 30. Nov. 2016, 19:00 im Atrium Bremen, mit Silja Samerski und Prof. Dr. Helmut Woll https://www.pudel.samerski.de/300en_neues.html
2014 Planung und Durchführung des Symposiums im Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) von Christian Matthiessen/Institut für soziale Gegenwartsfragen. Teilnehmer u.a. Christina von Braun, Sigrid Weigel, Peter Weibel, Peter Sloterdijk, Johannes Hoff, Bazon Brock, Dirk Baecker.
16.00 Peter Sloterdijk: Götterdämmerung
17.00 Jan Assmann: Altägyptische Frömmigkeit und der Auszug in den Monotheismus
18:00 Johannes Hoff und Bazon Brock: Theotechnologie und Unbeobachtbarkeits-Beobachtung
19.00 Diskussion
20.00 Filmpräsentation: “L’Occhio di Dio”. Ein Theorie-Film von Christian Matthiessen
10.00 Sigrid Weigel: Der entscheidungsunfähige Gott am Beispiel des Souveränitäskonzepts in Wagners "Ring" und die Erlösung von der Erlösung durch Musik
11.00 Christina von Braun: "Die Aufklärung als Eingang des Menschen in ein selbstverschuldetes Christentum".
12.00 Rudolf Stichweh: Religion als globale Kategorie
15:00 Norbert Bolz: Das Systemwidrige geschieht
16.00 "Jacques Derrida: Above All: No Journalists !" Theorie-Installation der Jackson Pollock Bar
17:00 Johannes Hoff: Orthodoxie nach dem Ende totaler Immanenzsimulation
18:00 Podiumsdiskussion: Transzendenz im Zeitalter totaler Immanenz. Mit Dirk Baecker, Sigrid Weigel, Christian von Braun, Rudolf Stichweh, Johannes Hoff, Norbert Bolz. https://zkm.de/de/media/videos/die-beobachtung-gottes-podiumsdiskussion-ii
ZKM | Lorenzstraße 19, 76135 Karlsruhe www.zkm.de
Eine Veranstaltung des ZKM, des Instituts für soziale Gegenwartsfragen Freiburg e.V. und des Südwestrundfunks S 2 Kultur. Curated by Christian Matthiessen
Kuratiert von Christian Matthiessen, mit Referenten aus Soziologie, Philosophie, Politik und Wirtschaft, Veranstaltungen von 2008 bis 2013
Seit 1997 arbeitete das Institut eng mit dem Theater Freiburg zusammen und veranstaltete die Vortragsreihe "Denker auf der Bühne" mit Zyklen zu Martin Heidegger, Friedrich Nietzsche, Theodor W. Adorno und Niklas Luhmann (Referenten u.a Wolfgang Rihm, Peter Sloterdijk, Karl-Heinz Bohrer, Hans Ulrich Gumbrecht, Albrecht Wellmer). Neben einer Vielzahl "diskursiver Salons" über theologische und kunsttheoretische Fragen in Zusammenarbeit mit der Jackson Pollock Bar im Theater Freiburg
1995 veranstaltet das Institut im "Kunstraum Wien" im Wiener Museumsquartier das Symposium "Art & Language & Luhmann" mit internationaler Besetzung wie Art & Language, Niklas Luhmann, Catherine David und Peter Weibel. Mehrere Nachfolgekonferenzen zu dieser Thematik der Beobachtung zweiter Ordnung in Gesellschaft und Kunst folgten im Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) Karlsruhe
Seit 1990 veranstaltete das Institut in Zusammenarbeit mit dem Südwestrundfunk die "Freiburger Kulturgespräche im Marienbad" - eine bundesweit beachtete Reihe von transdisziplinären Symposien zu Fragen der Ökonomie, der Philosophie und der Kunst mit hochkarätigen Teilnehmern wie Peter Sloterdijk, Niklas Luhmann, Hans-Georg Gadamer, Karl-Heinz Bohrer u.v.a