Wenn heute über Boden, Eigentum und Commons gesprochen wird, erscheint meist ein Gegensatz, der vertraut klingt, aber gerade deshalb irreführend ist: der Gegensatz zwischen Privateigentum auf der einen und Staatseigentum oder Gesellschaftseigentum auf der anderen Seite. Denn vielleicht liegt die eigentliche Frage gar nicht zuerst darin, wer Eigentümer ist. Vielleicht ist die tiefere Frage vielmehr, welche Art von Rechten wir an Güter knüpfen, die keine gewöhnlichen Güter sind. Der Boden ist dafür der deutlichste Fall.
Denn Boden ist keine Ware wie andere Waren. Boden wird nicht von Menschen hervorgebracht, nicht produziert. Boden ist Naturgrundlage, Lebensgrundlage und Grundlage menschlicher Kulturentwicklung. Wer über Boden verfügt, verfügt daher nicht nur über einen Vermögensgegenstand, sondern über eine wesentliche Voraussetzung menschlichen Lebens und wirtschaftlicher Tätigkeit. Gerade deshalb ist die Eigentumsfrage am Boden so grundlegend. An ihr zeigt sich in zugespitzter Form, was vielleicht für die moderne Wirtschaftsordnung insgesamt gilt. Wenn Boden keine gewöhnliche Ware ist, wenn Wohnraum keine gewöhnliche Ware ist und wenn vielleicht auch Produktivvermögen nicht einfach reine Verfügungsmasse sein soll – welche Eigentumsordnung braucht dann eine freie Gesellschaft?
Vielleicht liegt genau darin eine zentrale Aufgabe der kommenden Zeit: bei der Eigentumsfrage nicht nur in den Kategorien Privat- und Staatseigentum zu denken, sondern Formen gebundener Verfügung und spezifische Ausgestaltungen von Eigentumsrechten zu entwickeln, in denen individuelle Freiheit und soziale Verantwortung zusammenwirken und bestimmte Güter der reinen Verwertungslogik entzogen werden. Entlang der Impulsbeiträge wollen wir diese Fragen in Diskussionen und Workshops gemeinsam bewegen.
PROGRAMM
Freitag, 28. August 2026 | Vorabend
17:00 Uhr: Orgelrezital mit anschließendem Empfang
Der Pianist, Organist und Komponist Parvis Hejazi (London/Bremen) spielt Werke von J. S. Bach, Mendelssohn Bartholdy, Messiaen und eine Improvisation über ein Thema von Benjamin Britten.
Ort: St. Michael, Michaelkirchplatz, 10179 Berlin-Mitte
Samstag, 29. August 2026 | Symposion
10:00 – 12:30 Uhr | Vormittagsprogramm: Impulse
Helmut Woll: Gedanken zu Hans-Georg Schweppenhäusers „Die Macht des Eigentums“
Karl Goebler: Jenseits von Privat- und Staatseigentum: Boden, Commons und gebundenes Verfügungseigentum
Tilo König: Boden als Gemeingut? – Die bodenreformerische Perspektive
Ulrike von Wiesenau: Die Rolle von Mega-Konzernen beim Bodenraub
12:30 – 14:00 Uhr | Mittagspause
14:00 – 17:00 Uhr | Nachmittagsprogramm: Workshops & Impulse
Johannes Huober: Die Eigentumsfrage in der biologisch-dynamischen Landwirtschaft: Wie die Kulturland e.G. und ErdmannHAUSER ein neues Verhältnis zur Erde stiften
Ralf Neff: Moralische Entwicklung und der Blick auf die Boden- und Eigentumsfrage
Heidjer Reetz: Eigentum und Bewusstseinsentwicklung im Verhältnis der Menschheit zum Planeten Erde
Musikalische Gestaltung: Nino Valeria Rabius
17:00 Uhr | Abschlussplenum: Nachklang und Ausblick
Zusammenführung der Ergebnisse und gemeinsame Perspektiven.
Veranstalter: Institut für soziale Gegenwartsfragen Freiburg-Berlin http://www.institut-fuer-soziale-gegenwartsfragen.de/
Veranstaltungsort: Rudolf-Steiner-Haus Bernadottestraße 90-92, 14195 Berlin
Anmeldung und Rückfragen: Bitte senden Sie Ihre Anmeldung an Ulrike von Wiesenau (agenturweidenfeld@gmail.com).
Wir heißen alle Interessierten herzlich willkommen und freuen uns über einen Spendenbeitrag.
Das HeilKunstHaus Freiburg und das Institut für soziale Gegenwartsfragen laden am 7. März 2026 ein zu Vortrag und Seminargespräch mit Heidjer Reetz, Hamburg
Wie können wir heute den falschen und irreführenden Gegensatz zwischen Privat- und Gesellschafts- oder Staatseigentum überwinden? Wie kann eine heilende Wirkung für die Gesellschaft entstehen, wenn uns die Idee des Eigentums bewusst wird?
Die Idee des Eigentums kam im Laufe der Menschheitsgeschichte schrittweise in ihre Wirksamkeit – heute kann sie jeder vollumfänglich und in ihrem Kern erkennen und daran menschheitliches Bewusstsein entwickeln. Am 7. März wollen wir gemeinsam auf die Idee des Eigentums in der Praxis der Wohnwirtschaft schauen, hier ist es am leichtesten, neue Wege zu gehen. Eine Reihe von Initiativen werden exemplarisch vorgestellt werden, z.B. die Entwicklung eines Solidarfonds zum Freikauf von Grund und Boden im Verein Vivenda und im Mietshäusersyndikat – und die daraus entstehenden Möglichkeiten neuer Formen der Gemeinschaftsbildung.
7. März 2026, 18:00 - 21:30 im HeilKunstHaus, Prinz-Eugen-Str. 16, 79102 Freiburg
Anmeldung: francisca@francisca-clamer.de
DAS INSTITUT FÜR SOZIALE GEGENWARTSFRAGEN LÄDT EIN am 30. AUGUST 2025 nach BERLIN
Verantwortlich handeln zu können aus vertiefter Einsicht in die geistigen Zusammenhänge und Gesetze der Weltwirtschaft bleibt eine der drängenden Gegenwartsfragen. Rudolf Steiner hat das Schenken als weltwirtschaftliche Kategorie beschrieben und einen neuen Blick darauf entwickelt. Er zieht radikale Konsequenzen, auch hinsichtlich des Umgangs mit dem Kapital. Könnten sich grundlegende Probleme des Wirtschaftslebens lösen lassen, wenn das Schenken einen Stellenwert im wirtschaftlichen Organismus erhielte? Anknüpfend an das Sommer-Symposion zur Schenkungsökonomie im August letzten Jahres lädt das Institut für soziale Gegenwartsfragen Freiburg-Berlin zu einer Veranstaltung ein, die die Idee der Schenkenden Wirtschaft in Vorträgen, Diskussionen und zwei Workshops aus verschiedenen Blickwinkeln vergegenwärtigt und konkretisiert.
10:00 - 13:00 Referate
15:00-17:30 Vorträge und Workshops
Moderation: Franziska Zwerg
19:00 Klavier-Rezital Parvis Hejazi - Werke von Bach/ Busoni, Bartok und Liszt
Das Symposion klingt aus mit einem Klavierabend des jungen Konzertpianisten Parvis Hejazi (Bremen/London). Er hat dafür ein Programm mit Bach/Busonis Choral-Vorspielen, Liszts h-Moll-Sonate und Bartoks Suite opus 14zusammengestellt, das von tiefer Spiritualität geprägt ist.
Veranstalter: Institut für soziale Gegenwartsfragen Freiburg-Berlin
Rudolf-Steiner-Haus Bernadottestraße 90-92, 14195 Berlin
Anmeldung und Rückfragen: <agenturweidenfeld@gmail.com>
Wir heißen alle Interessierten herzlich willkommen, freuen uns über einen Spendenbeitrag
DAS INSTITUT FÜR SOZIALE GEGENWARTSFRAGEN LÄDT EIN am 31. AUGUST 2024 nach BERLIN
Verantwortlich handeln zu können aus vertiefter Einsicht in die geistigen Zusammenhänge und Gesetze der Weltwirtschaft bleibt eine der drängenden Gegenwartsfragen. Rudolf Steiner hat dabei das Schenken als weltwirtschaftliche Kategorie beschrieben und einen neuen Blick darauf entwickelt. Er zieht radikale Konsequenzen, auch hinsichtlich des Umgangs mit dem Kapital. Könnten sich grundlegende Probleme des Wirtschaftslebens lösen lassen, wenn das Schenken einen Stellenwert im wirtschaftlichen Organismus erhielte? Das Institut für soziale Gegenwartsfragen Freiburg-Berlin lädt zu einem Arbeitstag ein, an dem die Idee der weltwirtschaftlichen Schenkung in Vorträgen, Diskussionen und einem Workshop aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet, vergegenwärtigt und im Gespräch bewegt werden soll.
10:00 - 13:00 Referate
Manfred Kannenberg Vom Werden einer vernunftbegabten Weltwirtschaft
Ralf Neff Die sozial-ökologische Dimension in den wirtschaftswissenschaftlichenBeiträgen von Bernhard Behrens
Helmut Woll Die Wertlehre von Adam Smith und das Schenkungsgeld im Nationalökonomischen Kurs Rudolf Steiners
Tilo König Gemeinschaft vs. Gesellschaft - ein soziologischer Blick auf wirtschaftliche Ordnung
Ulrike von Wiesenau Gemeinwohlökonomie und Schenkungsökonomie
15:00 - 17:30 Vortrag und Workshop mit Johannes Huober, Geschäftsführer der ErdmannHAUSER Getreideprodukte GmbH
Am Nachmittag möchten wir anhand eines Erfahrungsberichts aus der ökologischen Lebensmittelwirtschaft die aufgeworfenen Fragen in anderer Form wieder aufgreifen. Gemeinsam mit dem Unternehmer Johannes Huober stellen wir uns die Frage: "Was schenkt uns die Erde und was geben wir ihr zurück - Welche Aufgaben hat die Lebensmittelwirtschaft und wie können wir ihnen gerecht werden?"
19:00 Klavier-Rezital Parvis Hejazi - Werke von W. A. Mozart, F. Liszt und R. Schumann
Der Tag klingt aus mit einem Klavierabend des jungen, dem Institut verbundenen Meister-Pianisten Parvis Hejazi (Bremen/London). Sein Programm führt von Mozarts noch vom galanten Stil gepräger Sonate KV 283 über Liszts Études de Concert zu Schumanns surreal ausgelassenem und doch poetischem "Faschingsschwank aus Wien".
Veranstalter: Institut für soziale Gegenwartsfragen Freiburg-Berlin
Rudolf-Steiner-Haus Bernadottestraße 90-92, 14195 Berlin
Anmeldung und Rückfragen: <agenturweidenfeld@gmail.com>
Herzlich willkommen - Wir freuen uns über einen Spendenbeitrag!
Am 26. August 2023 lädt das Institut für soziale Gegenwartsfragen Freiburg-Berlin zu einer Veranstaltung zum Nationalökonomischen Kurs (NÖK) von Dr. Rudolf Steiner ein.
Dazu werden 2 Bücher vorgestellt:
-Bernhard Behrens: Anthroposophisch orientierte Wirtschaftswissenschaft (aktelle Neuherausgabe von Manfred Kannenberg und Ralf Neff)
-Rudolf Isler, Das volkswirtschaftliche Denken. Erläuterungen zum Nationalökonomischen Kurs von Rudolf Steiner, Dornach 2022
Veranstalter: Institut für soziale Gegenwartsfragen Freiburg-Berlin
26.August 2023, 10:00-13:00 Uhr im Rudolf-Steiner-Haus, Bernadottestraße 90-92, 14195 Berlin
Der Nationalökonomische Kurs (NÖK) umfasst 14 Vorträge, gehalten vom 24. Juli bis 6. August 1922 in Dornach für Studierende der Nationalökonomie und ist ein zentrales Werk der anthroposophischen Wirtschaftstheorie, die als Reaktion auf die Wirtschaftskrise nach dem Ersten Weltkrieg entstanden und grundlegende Aspekte wie Preisbildung, Geld, Arbeit und Kapital aus geisteswissenschaftlicher Perspektive beleuchtet. Aus diesem Anlass hat Helmut Woll in seinem neuen Buch 'Kommentare zu Ökonomie und Religion' ausführliche Diskussionsbeiträge zu diesem Jahrhunderwerk veröffentlicht.
Manfred Kannenberg ordnet diese Diskussion in einen historisch-theoretischen Rahmen ein.
100 Jahre Nationalökonomische Vorlesungen von Dr. Rudolf Steiner
Veranstaltung am 27. August 2022 im Rudolf-Steiner-Haus Berlin
„Feiern möchte ich - aber wofür?“ fragt Hölderlin. 100 Jahre NÖK, ein Grund zum Feiern? Das Institut erklärt diesen Tag zum Feiertag. Aber wie feiern? „Dass ein Gespräch wir sind und hören aufeinander.“
Seminar von 10:00-15:00: Nach Beendigung der Bewegung für eine Dreigliederung des sozialen Organismus (1919–1921) hat Rudolf Steiner 1922 auf Drängen von Studierenden der Ökonomie und von Praktikern in der Weltwirtschaftskrise mit dem Kurs und Seminar zur Weltwirtschaftslehre diese Aufgabe auf die Ebene einer erweiterten Wirtschaftswissenschaft und -sprache gehoben.
Das Institut für soziale Gegenwartsfragen Freiburg-Berlin lädt zum 100. Geburtstag dieses Impulses zu Bestandaufnahme und Austausch zu diesem Kurs ein. Einige Beiträge sind vorbereitet von Dr. Helmut Woll, Ralf Neff, Ulrike v. Wiesenau, Manfred Kannenberg und Tilo König. Weitere aus der Erfahrung und dem eigenem Umgang mit den Aufgaben des Kurses gewonnene Erkenntnisse sind willkommen! Zur Einstimmung empfohlen: 'Der nationalökonomische Kurs' von Dr. Steiner und ein Beitrag von Helmut Woll in der Zeitschrift „Das Goetheanum“, Ausgabe 19, 13. Mai 2022 zu Grundfragen des Nationalökonomischen Kurses wie „Assoziationen“, „Preise finden“, „Bewusstheit in der Gestaltung eines Organismus des Sozialen“, u.a.
19:00: Der Seminar-Tag klingt mit einem Klavier-Rezital des jungen Pianisten Parvis Hejazi aus, der zum zweiten Mal im Rudolf Steiner Haus gastiert, dieses Mal mit Werken von Messiaen, Liszt und Chopin.
Veranstalter: Institut für soziale Gegenwartsfragen Freiburg-Berlin
27. August 2022, 10:00-18:00 Uhr im Rudolf-Steiner-Haus, Bernadottestraße 90-92, 14195 Berlin
Anmeldung: manfred@mkannenberg.de
Veranstaltung am 26. Juni 2021 im Rudolf-Steiner-Haus Berlin
Helmut Woll stellt sein neues Buch 'Kommentare zu Ökonomie und Religion' (2021) vor. Darin geht es nicht nur um eine ausführliche Kommentierung der 14 Vorträge von Rudolf Steiner zur Nationalökonomie (1922), die bisher in der Fachökonomie wenig zur Kenntnis genommen wurden, aber ein wichtiger Beitrag zur Diskussion um Wert und Preis, Eigentum und eine freiheitliche Ökonomie sind. Weitere Kommentare beinhalten eine Auseinandersetzung mit den Thesen von Rudolf zur Lippe, Giorgio Agamben, Karl Jaspers, Hans Georg Schweppenhäuser, Oswald Spengler, Friedrich Georg Jünger, Hans Joas und Martin Heidegger. Das innere Band der heterogenen Aufsatzsammlung besteht darin, dass vor allem Autoren zu Wort kommen, die Ökonomie und Religion in einem philosophischen Kontext interpretieren. Es wird versucht, die bisherigen Pfade der wissenschaftlichen Diskussion zu verlassen und einen ‚unkonventionellen Zugang‘ zu aktuellen Fragen der Zeit und der Ökonomie zu ermöglichen.´
Mit einer Begrüßung von Manfred Kannenberg: Die geisterkennende Durchdringung des sozialen Organismus – ein Gegenwartsversprechen
20:00 Klavierabend mit Parvis Hejazi: Robert Schumann: aus Noveletten op. 21, Ludwig van Beethoven: Sonate op. 110, Johannes Brahms: Variationen und Fuge über ein Thema von Händel op.24
Anthroposophische Gesellschaft in Deutschland e.V.: Bernadottestraße 90/92 14195 Berlin
Informationen und Anmeldung: manfred@mkannenberg.de
An dem öffentlichen Werkstattgespräch sowie Forschungskolloquium des Instituts für soziale Gegenwartsfragen Stuttgart am 9./10.Oktober 2020 in Stuttgart nimmt von Seiten des Freiburger Instituts Ulrike von Wiesenau teil. Ihr Vortrag am 10.10.20 im Forum3 lautet: Neue Formen der Partizipation.
Weitere Referate von Gerald Häfner, André Bleicher und Stefan Padberg. Moderation der Gespräche: Ulrich Morgenthaler.
NACH GOTT - REDEN ÜBER RELIGION NACH IHRER ENTZAUBERUNG
„Die Religion sorgt für Glückserwerb und Leidensschutz durch eine für alle gleiche Entstellung der Realität: einen Massenwahn. Dies erspart die individuelle Neurose, jedoch um den Preis des psychischen Infantilismus“, sagt Sigmund Freud. Religion, vor jeder Entstellung, war immer schon Dichtung. Die Dichter haben die Götter gezeugt. Religion ist Theopoesie, auch Offenbarung ist Poesie. In ihren REDEN ÜBER RELIGION NACH IHRER ENTZAUBERUNG widmen sich Nicht-Theolog_innen der theologischen Aufklärung, von der Zeit der Götterherrschaft über jene, in der der Welterschaffungsgott regierte, bis zu den Träumereien über das gottähnliche
Vermögen der künstlichen Intelligenz. Die Reihe unterscheidet sich bewusst von allen Versuchen eines interreligiösen Gesprächs oder gar kultureller Vermittlung von Religion. Sie distanziert sich aber ebenso von der bloß emotionalen Abkehr von Gott – vom Atheismus als Bekenntnis – und vor allem vom schleichend aufgeklärten, zynischen Nihilismus der Warengesellschaft und der Massenmedien. Vielmehr wendet sie ihren Blick nach vorne und ergründet die künftige Bedeutung von Religion für unsere Gesellschaft
// PETER SLOTERDIJK: Das unfertige Gedicht. Elemente der allgemeinen Theopoesie 5/05/2019 // 11:00
Peter Sloterdijk widmet sich in seinem Eröffnungsvortrag der neuen Diskursreihe NACH GOTT. REDEN ÜBER RELIGION NACH IHRER ENTZAUBERUNG der theologischen Aufklärung, von der Zeit der Götterherrschaft über jene, in der der Welterschaffungsgott regierte, bis hin zu den Träumereien über das gottähnliche Vermögen der künstlichen Intelligenz. Hierzu muss die sich selbst aufklärende Theologie, durchgeführt von einem Nicht-Theologen, weit vor der Todeserklärung Gottes durch Nietzsche ansetzen und über dieses Diktum hinaus Gegenwart und Zukunft erkunden. Sloterdijk redet von der Gattungsdifferenz von Gedichten, die als solche erkennbar sind, weil sie die rituelle Rahmung nicht in vollem Maß haben, und solchen Gedichten, die durch Rituale zu Übergedichten erhöht werden.
Eine Veranstaltungsreihe des Theater Freiburg, kuratiert vom Institut für soziale Gegenwartsfragen Freiburg, in Kooperation mit SWR2.
Mit Peter Sloterdijk, Jean Luc Nancy, Manfred Frank, Jan Assmann, Seyran Ateş, Bazon Brock, Sigrid Weigel, Almut Sh. Bruckstein Çoruh und weiteren Redner_innen.
Weitere Informationen unter: https://theater.freiburg.de/.../peter-sloterdijk-das... https://www.theater.freiburg.de/de_DE/nach-gott https://media02.culturebase.org/data/docs-theater-freiburg/Heft_Spielzeit_2019-20_160x230_mitUmschlag_web.pdf